16|12|20 »Grenzstein 03 – Preisverleihung Werkschau Architektur«

    Mi | 19:00 Uhr | WebEx | Online-Event | Hochschule HTWG | Konstanz

    Zum Ende dieses ausgehenden Jahres 2020 vergibt das Architekturforum KonstanzKreuzlingen erneut den Studienpreis ‘Grenzstein’.

    Denn inmitten dieser aussergewöhnlichen Zeit eines Online-Semesters haben die Studiengänge Architektur der Hochschule Konstanz die besten Abschlussarbeiten und Projekte des vergangenen Sommersemesters auf ihrer Homepage unter dem Begriff  ‘Werkschau’ veröffentlicht und wollen unter diesen wiederum die besten mit ihren bekannten Auszeichnungen ‘Seestern*’ und ‘Grenzstein’ versehen.

    Gewürdigt wird mit dem ‘Grenzstein’ ein Projekt, das die besondere Situation des gemeinsamen deutschschweizerischen Siedlungsraums aufgreift und eine ganzheitliche Lösung vorschlägt. Ebenso können Studienarbeiten für den Preis in Frage kommen, wenn sie einen international ausgerichteten Ansatz aufzeigen können.

    Mitglieder der bi-nationalen Jury sind:
    Christof Baumann, Architekt, Kreuzlingen, Baumann Architekten
    Reto Mästinger, Bauingenieur, Kreuzlingen, Planimpuls AG Kreuzlingen/Stein am Rhein
    Edith Heppeler, Landschaftsarchitektin, Uhldingen, Geschäftsführerin Landesgartenschau 2020/2021 in Überlingen
    Andreas Rogg, Architekt, Konstanz, Rogg Architekten

    Das Ergebnis:
    Den Grenzstein-Studienpreis des Sommersemesters 2020 erhält das Projekt Jugendforum ‘under construction’von Michael Willi Maier, eine Abschlussarbeit im BA8-Studium, betreut von Prof. Nicolas Schwager.

    Die Begründung der Jury:
    Urbane Resträume/(Un)orte gilt es zu entdecken und zu beleben. Dieser hier am Rheinufer ist ein Akupunkturpunkt innerhalb des Stadtgebietes KonstanzKreuzlingen. Die Schänzlebrücke ist ein Bindeglied Richtung Kreuzlingen/Schweiz.
    Die Nutzung für Jugendliche an dieser Stelle hat etwas rebellisches, etwas innovatives. Zudem ist es wie im Sport, eine Investition in die Jugend ist eine Investition in die Zukunft! Der Entwurf ist im besten Wortsinn ‘under construction’, beschränkt sich mit seinem Platzbedarf, sichtbar aus der Vogelperspektive, innerhalb des Brückenprofils und geht nicht darüber hinaus. Die präzise Architektur des Jugendzentrums mit den leichten Holzprofilen und der sakrale Lichthof im Zentrum hat etwas klösterliches. Im Querschnitt ist sehr schön das gelungene Detail zu sehen, wie im obersten Geschoss die Glasfront mit dem auskragenden Brückenprofil abschliesst. Im Gegensatz und in Ergänzung zum Ingenieurbau der Brücke mit ihrem wuchtigen Sichtbeton, nimmt der leichte und filigrane Unterbau die Präzision der Brücke auf. Der Entwurf ‘under construction’ ist eine perfekte Symbiose zwischen dem Ingenieur-Bau und der eingefügten Architektur.

    > Werkschau Studiengänge Architektur, HTWG


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